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ſich nicht gleich in dieſe neue Sache, und bat den Herrn ſo gut zu ſein und ſelbſt zu wählen. Er nahm alſo den:
„Siehe Deinen Diener, der nach Dir geſeufzet hat ſein Lebenlang.“
„Es iſt immer am beſten,“ bemerkte er,„wir neh⸗ men Etwas, wovon das ganze Kirchſpiel weiß, daß es auf die große und erhabene Seeke des auf ewig von uns Genommenen paßt; ſo freut es dann die
ganze Gemeinde beim Begräbniſſe und wir haben den Troſt davon.“
Der Probſt und die Probſtin ſtanden erſt nach mehreren Stunden auf, um fich wieder zu entfernen und heimzufahren. Beim Abſchied verneigte ſich die Probſtin freundlicher und demüthiger als bei ihrem erſten Eintritt. Der Probſt verbeugte ſich und ſprach beim Abſchied ſanſt ermahnend:„Ihro Gnaden, hören Sie meine Bitte! laſſen Sie den Kummer Ihren Geiſt nicht überwältigen! bedenken Sie die Troſtgründe der Religion, an die ſich ein niedergedrücktes Herz halten muß. Der Herr will nicht allzuviel Thränen! und da Ihro Gnaden bei dem frommen gottgefälligen Wandel des Verewigten die gewiſſe Hoffnung faſſen dürfen, daß ſeine hohe, befreite Seele jetzt alle jene überſelige Seligkeit in unnennbaren Welten genießt, ſo.. ganz gehorſamſter, ergebenſter Diener!“ Er verbeugte ſich noch einmal, doppelt ſo tief, küßte der Frau Bergher⸗ rin die Hand mit großer Rührung und ging. Sie begleitete den guten Greis bis an die Hausthüre; und ſah ſich nach allen Seiten nach Medenberg um, der der Probſtin in die Chaiſe helfen ſollte. Aber unbe⸗ greiflicherweiſe zeigte er ſich nicht. Die Probſtherr⸗ ſchaft reiste ab.
Der Greis und die Alte fuhren gemächlich vom Hofe fort. Der Probſt ermahnte ſeinen Knecht, lang⸗ ſam, ganz langſam durch das Werk zu fahren.„Wir kommen heute nicht von einem Hochzeithaus!“ ſagte


