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wieder einzunehmen, und ſetzte ſich endlich ſelbſt auf den Seſſel ihr zur Seite.
Man ſervirte den Thee. Die Unterhaltung ging Anfaugs im Adagio, dann im Larghetto und endlich im Lento: wie es recht und billig war. Herr Meden⸗ berg entfernte ſich, und man ſah ihn nun nicht mehr.
Die Probſtin machte dabei die ſtille Bemerkung für ſich:„Es iſt klar! er regiert jetzt hier als Herr! er geht, kommt und muß ſelbſt überall zugegen ſein, auf ſeinem Aronfors! hm, hm.“
Der gutmütbige Probſt machte keine unnöthigen Betrachtungen. Er ſprach mit Frau von Mekeroth über
den ſeligen Hingegangenenz und der Verewigte war der Anfang aller ſeiner Sätze. Was er ſagte, floß aus wirklicher Ueberzeugung; man erkannte leicht an ſeiner Stimme, daß er kein heuchleriſcher Leidtragender
war. Aurora weinte.
Die Augen der Probſtin waren auch nicht ohne Röthe. Bei einer Gelegenheit, wo Edeling ſchwieg, wandte ſie ſich zärtlich gegen Frau von Mekeroth und ſagte:„Ach, Ihro Gnaden!.. wenn man ſo glücklich verheirathet war, da weiß man das Verlorene zu ſchä⸗ tzen! Einen ſolchen Mann bekommt man nicht wie⸗ der! Ach, wie ſteht jetzt nicht der Kapitän von Meke⸗ roth vor mir. ach nein⸗ nein, Ihro Gnaden. (ſie war wirklich auf dem Wege ein halbes Wort über das Unrechte einer neuen Heirath zu ſagen! doch hielt ſie ein gewiſſes Schicklichkeitsgefühl, welches fremde und vornehme Zimmer ſiets einftößen, davon zurück. Frau Aurora verſtand ſie nicht.)
Der Probſt Edeling brachte jetzt drei Bibelſprüche in Vorſchlag, einen aus König David, einen aus Si⸗ rach und einen aus den Hebräern, worauf er bat, die gnädige Frau möchte die Güte haben und einen aus⸗ wählen, der ihrer Anſicht nach am beſten tauge, um
an der Kopfplatte der Bahre des Herrn Kapitäns ein⸗
gravirt zu werden. Aurora trocknete ihre Augen, fand k 4


