Teil eines Werkes 
5. - 8. Bändchen (1844)
Entstehung
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ftanden vom Sopha auf und gingen ihren Gäſten ent⸗ gegen.

Medenberg überließ der Frau Probſtin ſeinen Platz auf dem kleinen vertraulichen Sopha, der nur für zwei bequem Raum hatte. Er ſiellte dem Herrn Probſte einen Seſſel hin. Er nöthigte ſie, ſich zu ſe⸗ tzen; er ging ab und zu⸗ und endlich hinaus, ja! er

benahm ſich ganz wie der Wirth des Hauſes.

Dreißigſtes Kapitel.

Moch ein kurzes Rapitel. Jetzt weiß ich Alles. Die Probſtin Edeling befand ſich nicht ganz ſo

wohl, wie es ihr ſonſt gewöhnlich in einem Begräbniß⸗ hauſe war. Sie nahm zwar die Artigkeiten, die Me⸗ denberg an ſie verſchwendete, indem er die Sophakiſſen beſtmöglichſt zu ihrem Empfange ordnete, mit ihren gewöhnlichen kurzen und ſteifen Knixen an. Die Alte war nämlich etwas eckig, und mußte gut ſitzen, wenn ſie recht ſitzen ſollte. Zu Hauſe fragte ſie nach ſo et⸗ was nicht; aber wenn ie ſich irgendwo als Gaſt ſah, da war ihr körperlicher Theil gerne mißvergnügt und nicht leicht zufrieden zu ſtellen. Aber Gott weiß, was es heute war; ſie hatte gleich bei ihrem Eintritt ins Zimmer ſcheele Blicke auf Herrn Medenberg und die gnädige Frau geworfen, als ſie ſie bei einander ſitzen ſah.

Der Probſt hingegen war ganz zu Hauſe. Als Aurora unter einer Fluth der aufrichtigſten Thränen, die ſie beim Gedächtniß an ihren guten Mann und den Probſt, vor welchem ſie von ihrer Konfirmation an eine ſo kindliche und innige Ehrerbietung gehabt hatte, vergoß, dem letztern in die Arme ſank; erhob ſie der

BGreis, ſprach ihr zu, ſich zu faſſen und

Drei Frauen in Smaland. n.