Teil eines Werkes 
5. - 8. Bändchen (1844)
Entstehung
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ner Patronin und küßte ſie; denn es iſt noch in man⸗ chen Gegenden Sitte, die Hand zu küſſen. Sie ver⸗ neigte ſich, und ſah ihn mit jenem unvermiſchten Ver⸗ gnügen an, das ſich auf dem Geſichte kund gibt, wenn man ſich mehrere Stunden lang gut unterhalten hat. Er verſprach, am nächſten Abend den ganzen Entwurf mit Abtheilungen, Ueberſchlägen und Berechnungen fertig zu haben, damit ſie ſelbſt deutlich ſehen und be⸗ urtheilen könnte, was ſie die ganze Zeit über berathen hatten, nämlich wie das Werk und die Schmiede auf eine Stufe gebracht werden könne, daß es 50% mehr trüge; wogegen Frau Aurora ihren Kindern zu liebe nichts hatte. Als er fort war, verfiel Aurora wieder in Betrübniß und Thränen; ſie dachte an von Meke⸗ roth. Sie ſchlug den Pſalm auf, den ſie ihm an ſei⸗ nem letzten Lebenstage am Krankenbette vorgeleſen hatte. Sie las ihn jetzt ſich ſelbſt laut vor und weinte Dann entkleidete ſie ſich, legte ſich nieder, und ſchlum⸗ merte ſüß.

Alles was wir hier erzählt haben trug ſich nur innerhalb einiger Tage zu.

Es war von Medenbergs Rückkehr bis zu dem Tag, wo das Billet mit dem Wunſche um Beiſetzung an den Probſt Edeling abging.

An dieſem Nachmittag war Alexander wieder bei Frau Aurora; und er hatte alle Berechnungen auf

ihren Nähtiſch niedergelegt, über welche ſie den Abend

vorher berathen hatten. Die kleine Ulla kam herein⸗ geſprungen und rief:„Die Probſcchaiſe ſteht vor dem Hofe! Die Probſtchaiſe ſteht vor dem Hofe! Der Probſt iſt ſchon herauf, Mama! ſie ſind dal ſie ſind da!“ Es war ſo. Der Probſt und die Probſtin ſchrit⸗ ten mit all der Behutſamkeit, die ſich in einem Tod⸗

tenhauſe ziemt, durch die Zimmer. Sie kamen in

das Arbeitszimmer, das gleich hinter dem eigentlichen Wohnzimmer lag. Herr Medenberg und Frgu Aurora