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über ſich ſelbſt zu freuen und zu wundern. Ullchen fing an über ihren guten Papa Gedanken zu bekom⸗ men, die ſie nie vorher gehabt hatte. Maits lag im Fieber; aber ſo oft er erwachte und ſich mit Heidel⸗ beerſaft erfriſchte, ſprach er beſtändig von ſeines Va⸗ ters Sporen und Waffen, ſagte, ſie ſeien von nichts Anderm als purem Golde und fiel dann wieder in das Fieber zurück. Die übrigen Hausbewohner nahmen ſich auf eine ähnliche Weiſe vor, den todten Kapitain zu bewundern.
Frau Aurora beſprach ſich mit Herrn Alexander oft tief bis in die Nacht hinein. Nichts beläſtigte ſie dabei: und nicht das Geringſte beunruhigte ihn. Es geſchah zuweilen, daß ſich die Berathungen bis eilf, zwölf, ein Uhr hinauszogen. Denn es gibt ſo viele Dinge, die nützlich, ſchön und intereſſant, aber doch nicht ſo ſchnell abgemacht und entwickelt ſind. Man zündete friſche Lichter an. Die Kinder ſchlummerten längſt und alle Leute waren zur Ruhe gegangen.
Wenn einem Leſer dabei einfällt, irgend etwas Schlimmes zu denken, ſo muß er ſich erinnern, daß Frau Aurora in einem Hauſe geboren und erzogen wurde, wo man von Tugend, Unſchuld und Ehre nicht viele Worte machte, da dieſelben jedes Glied der Familie durchdrungen hatten und nie in Zweifel ge⸗ zogen wurden. Und was Herrn Alexander betrifft, ſo war in ſeinen Augen ein aufgebettetes Schlafzim⸗ mer ganz daſſelbe wie ein Wohnzimmerz ein Wohn⸗ zimmer das nämliche wie ein Saal, ein Saal wie der Raum vor dem Hofe draußen; und Hof und Gar⸗ ten und die ganze Welt ſtanden ſeiner Meinung nach unter demſelben Auge wie der Himmel ſelbſt. Nichts iſt leichter als tugendhaft und reinen Gemüthes zu ſein, wenn man es nur nicht für etwas ſo gar Außer⸗ ordentliches hält, ſondern als den einfachen und ge⸗ wöhnlichen Zuſtand des Menſchen betrachtet. Laſter und Gottlofigkeit tragen ihre Widrigkeit, Thorheit und


