Teil eines Werkes 
5. - 8. Bändchen (1844)
Entstehung
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Keine eines Vorzugs vor der Andern rühmen kann. Er iſt wie ein Gott gegen Alle; und das Einzige, worüber die Küchenmädchen in Streit gerathen, iſt die Frage, an wem die Reihe ſei, nach dem Flügel hin⸗ überſpringen zu dürfen, um ihn zum Mittageſſen oder zum Thee zu laden.

Dieſer große Geiſt der Achtung nnd Freude zu⸗ gleich war mit Alexander Medenberg in Aronfors er⸗ ſchienen. Eine entſcheidende Kataſtrophe hatte ſich kürz⸗ lich dort ereignet: nichts belebt und vereinigt die Menſchen ſo ſehr als ein Todesfall. Feuersbrünſte thun es ebenfalls, wie wir in Blommenäs geſehen ha⸗ ben. Aber Todesfälle find etwas Menſchlicheres.

In dieſen Tagen war Alexander das Faktotum auf dem Werke und dem ganzen Gute geworden. Eine Maſſe von Mißhelligkeiten zwiſchen Bauern, Käthnern, Häuslern, penſionirten Schmiedswittwen und endlich zwiſchen den Schmieden ſelbſt über ihre aneinander gränzenden Niederlaſſungen, an was Alles Mekeroth nie gedacht und wornach Nickolſon aus Gründen gar nicht gefragt hatte, wurde jetzt der Gegenſtand ſeiner Vorſorge und kam ſo in eine beſſere Ordnung. Alexan⸗ der fragte anfangs Frau Aurora, ob er ihre Zuſtim⸗ mung zu ſeinen Maßregeln habe. Aber bald merkte er, daß ſie ſich nicht ſehr auf dieſe entfernteren Dinge außerhalb des Hauſes verſtand, was ihr auch zu ver⸗ zeihen war. Mit dem freundlichſten Blicke gab ſie ihm Vollmacht zu Allem— eine Vollmacht, welche man die des Herzens und heiligen Vertrauens in Blanko hätte nennen können. Er beläſtigte ſie von dieſer Stunde an nicht mehr mit Fragen, ſondern lenkte und ordnete Alles, wie er es für das Rützlichſte hielt. Das Volk taxirt ſich ſogleich, wenn es einen Geiſt der Gerechtigkeit, Billigkeit und Uneigennützigkeit unter ſich auftreten ſieht, der ſeine Verhältniſſe feſtſtellen will. Freilich ließ ſich auch einer und der andere Zän⸗ ker hören und ein Paar alte Weiber, die ihre Kohl⸗