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hat, ebenſo ſittſam, religiös und ſogar platoniſch ant⸗ wortet, wie den Tag zuvor. Iſt der Papa ein Weli⸗ mann, ſo lächelt er nur ins Geheim hierüber und kommt auf ſein altes Syſtem zurück, daß Jeder am Ende doch ein Menſch von Fleiſch und Blut ſei.“ Aber die Mama des Hauſes, die gewöhnlich mehr als der Papa Ideen liebt, denkt von ihrem Informator wenig beſſer als von einem Heuchler. So etwas iſt ärger⸗ lich. Am beſten thut es ſich, wenn er ein komplettes Stück Holz iſt; unter der Bedingung jedoch, daß er zugleich ſeine Kenntniſſe befitzt und ſie von ſich zu ge⸗ ben vermag. Man lächelt dann zwar wohl auch ein wenig über ihn, und ſpricht von Herrn Pedantenkreuz, wenn man ihn von weitem im Garten einherſchreiten und Trauben eſſen, oder über die Mohrrüben philo⸗ ſophiren ſieht, iſt allen Jungfern bis auf die Haus⸗ mamſell hinaus, ein ſolcher Informator höchſt fatal. Indeſſen ſagen wir noch einmal, was Eltern und Zög⸗ linge betrifft, ſo thut es ſich recht gut, und der Mann bekommt ſtets eine Weſte oder eine Tuchnadel auf Weihnachten. Trifft aber von all dem nichts ein; iſt die Perſon keineswegs ein nachgeſchwatztes Buch, ſon⸗ dern redet er klug, freundlich und galant mit Allen im Hauſe, ſogar die Mägde und den Stiefeljakob mit eingerechnet; kann aber nichts deſtoweniger kein Menſch behaupten, daß er auch nur den vierten Theil von einem Händedruck ertheilt habe; dann fängt das ganze Haus an zu ſtaunen. Der Papa wankt in ſeiner Pbiloſophie über Fleiſch und Blut: die Mama bekömmt Waſſer auf ihre liebſte Mühle, daß Ideen zum Vor⸗ ſchein kommen; die Kinder lieben ihren Lehrer als ihren beſten Freund; Bedienten und Kuechte nehmen die Hüte ab; die Hausbälterin und ſämmtliche Jung⸗ fern fühlen eine Ehrerbietung in allen Gliedern, wenn ſie nur einen Streifen von dem artigen Magiſter er⸗ blicken, ſei es in welchem Zimmer es wolle; und Keine iſt eiferſüchtig auf die Andere, Keine keift, weil ſich


