Teil eines Werkes 
5. - 8. Bändchen (1844)
Entstehung
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ſen, daß ſie dadurch in ein unpaſſendes Verhältniß käme. Sie konnte in der That mit Medenberg auf Vieles mit größerer Leichtigkeit eingehen, als ſelbſt mit Mekeroth, ſo ſehr ſie dieſen auch liebte; denn Mi⸗ litärs, beſonders von dem ältern Rogime, haben ſich nicht ſelten angewöhnt, über verſchiedene Dinge flach, zweideutig, kalt und äußerſt unangenehm zu denken. So lange ſie junge, hübſche Offiziere find, geht das ſchon an, ſie können da einen Schleier äußerer Anmuth über ihre hohlen Geſinnungen werfen; und beſitzen ſie ein ſchönes Organ, ſo ziehen ſie dadurch leicht junge unerfahrne Mädchen an. Man verzeiht ihnen Vieles, und überhört Manches. Wenn aber Militärs dieſer Gattung älter werden, wenn Augen und Lippen ein⸗ zuſinken anfangen und die Stimme ihren ſonoren Klang verliert; dann tritt das Unangenehme der Grundge⸗ ſinnung ihrer Seele um ſo ſchärfer hervor und eine gewiſſe unbegreifliche Schmutzigkeit ſcheint die Perſon zu umge⸗ ben, ein Schmutz, den man weder durch Waſchen, noch durch Baden, weder durch Zahnpulver noch das be⸗ harrlichſte Bürſten verdrängen kann. Ein tieferer Cha⸗ rakter kann dieſe Gemüthslage nicht beſitzen, ohne zu⸗ gleich grundſchlecht, niederträchtig und infam zu ſein;z denn das folgt nothwendig daraus. Ein ſchwächerer, ſtumpferer Charakter hingegen iſt zu ſeinem Glück auch inkonſeguent; er kann— und wird auch in der That ſehr oft— viel perſönliche Gutmüthigkeit, Redlichkeit und Umſicht mit dem beſprochenen Charakterſchmutz vereinigen, der hier größtentheils nur in der üblen Angewöhnung beſteht, die der Umgang in einem Korps mit ſich brachte, welches zu einer gewiſſen Zeit ſeine Ehre in Unſittlichkeit ſetzte. Dieß war der Fall mit Kapitain Mekeroth. Er war in Wahrheit ein guter Menſch. Seine Frau ſah ihm Vieles nachz ſie ließ nie außer Acht, ihn für all das Gute, das er wirklich beſaß, zu ſchätzen, zu lieben und ihm zu huldigen.

Aber das Unmögliche konnte ſie nicht thun. Sie konnte

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