Teil eines Werkes 
5. - 8. Bändchen (1844)
Entstehung
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— es war an dem Tage, wo er von Aronfors ab⸗ fuhr— hielt es jetzt für ſeine Pflicht, den während ſeinen Lebzeiten ausgeſprochenen Willen ſeines verſtor⸗ benen Patrons zu erfüllen. Alexander hatte Auroren all ſeine romantiſchen Reiſeabentheuer erzählt, wie er Nickolſon getroffen und welche Wünſche er in Betreff der Wiedergeburt des Verlorenen hegte. Er erzählte ganz offenherzig, daß er in den Beſitz des geſtohlenen Geldes gekommen ſey, ſetzte aber auch Alles bei, was darüber bei Abelcrona in Blommenäs verbhandelt wor⸗ den. Er benachrichtigte ſie von Frau Ebbas Geſin⸗ nungen und ihrem Gruße an Frau Aurora auf eine ſo anziehende Weiſe, daß die Letztere ſich kaum der Thränen enthalten konnte.

Nichts feſſelt das Weib ſo ſehr, als die mora⸗ liſche Kraft eines Mannes, beſonders wenn er es nicht verſchmäht, die Unbeugſamkeit und Reinheit, die ſein Kern bildet, in jene milde Form zu kleiden, in wel⸗ cher ſich die Herzensgüte ſo gerne zeigt und welche die Wahrheit mit dem Schmucke der Schönheit umhüllt. Die moraliſche Kraft zieht das gebildete und tugend⸗ hafte Weib am Meiſten an, wenn ſie ſich ſelbſt nicht mehr in ihrer erſten Jugend befindet. Wenn aber ein ſolcher hoher Charakter bei einem Manne hervortritt, der ſonſt durch nichts begünſtigt iſt, weder durch Rang, noch durch Vermögen, noch perſönlichen Ruf, ſo zieht er die Seele um ſo näher an ſich, da dieſe dabei nicht durch das Geringſte niedergedrückt wird, nicht durch Anſprüche, noch auch durch ein hochtrabendes We⸗ ſen. Frau Aurora hatte wäprend der nicht langen Zeit ihrer Bekanntſchaft mit ihm, den die Vorſehung einzig zur Wahrung ihres Hauſes und ſeiner bedenk⸗ lichen Umflände geſchickt zu haben ſchien, geleitet von einem ſichern Inſtinkte immer mehr eingeſehen, daß es keinen Gegenſtand gab, auch den vertraulichſten und zärteſten nicht, in den ſie ſich nicht mit dieſem Manne einlaſſen konnte, ohne im Geringſten befürchten zu müſ⸗