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Ulla!“ antworteie er.„In einem ſo zarten Alter ſchon Sinn für mineralogiſche Steine und Schnecken⸗ ſammlungen zu haben“
„O, mein Lieber, weder ſie noch Matts verſteht Etwas davon. Das alles geſchieht nur, weil Herr
Medenberg es aufgebracht hat; und ſie lieben Steine, Muſcheln, Moos und Blumen wie andere heitere Spielſachen, das verſichere ich dich. Daran iſt nichts
Gefährliches.“
„Aber wie kommſt du vazu, Ulla heute früh ſo
bald herauszulaſſen?“ 8 „So frühe? Sie war nicht gut zurück zu halten: Sie mußte nothwendig, ganz nothwendig zu Bruder
Matts hinaus, der es geſtern mit ihr ausgemacht
hatte, ehe ſie fich niederlegten und—“
„Der Medenberg muß in der That ein großer Kinderfreund ſein, daß er nicht als ein kluger Mann auf die Reiſe ausruht, ſondern ſich damit beluſtigt,
über Berg und Thal mit Zöglingen herum zu ſprin⸗
gen, von denen er erſt noch nicht einmal weiß, ob er
etwas mit ihnen zu thun bekommen wird. Dieſer
Zug gefällt mir nicht übel; es ſieht gewiſſermaßen
uneigennützig aus, obwohl es in einem Alter von dreißig Jahren etwas kindiſch herauskommt.“ „Iſt er ſchon dreißig Jahre alt?“
„Ja er ſieht in der That wie drei⸗ oder vierund⸗
zwanzig aus. Das thut aber nichts; es kommt vielleicht davon her, weil er eben von der Reiſe gekommen
iſt, und ſo etwas aufgereizter iſt. Bredmans Brief beſagt, er ſey dreißig Jahre alt. Vermuthlich hat er
als ein armer Menſch ſolid gelebt.“
„Soll ich alſo die Sache für abgemacht anſehen und die Gardinen in ſeinem Zimmer aufmachen laſ⸗
ſen?“ fragte Frau von Mekeroth.
„Ja was meinſt du denn, Aurorchen, ich weiß nicht, was wir thun ſollen?“ „Wenn du ſelbſt nichts gegen ihn haſt,“ ant⸗


