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25 tleine ulla fürzte roth wie eine Vogelbeere und ſo heiß, daß die Locken ſich wie ein Heiligenſchein um den ganzen Kopf geſchlungen hatten, auf ihre Mutter zu.„Liebe Mama! liebe Mama! liebe Mama!“ ſagte ſie.
„Was gibt es, mein Mävchen?“
„Liebe Mama, gib mir einen Korb und ein Meſ⸗ ſer, ein ſtarkes, ſcharfes Meſſer— liebe Mamal ich habe ſo Eile, ſo Eile!“
„Aber was ums Himmelswillen gibt es denn 2
rief Herr von Mekeroth.
„O wir ſind ſo vergnügt, ſo vergnüßt!“ ant⸗ wortete Ulla athemlos.„Ich bin den ganzen Mor⸗ gen bei Bruder Matts und Herrn Medenberg geweſen. Wir haben die allerkleinſten, netteſten Steine auf dem Kronberge geſammelt, ſie blinken in allen Farben und ich weiß jetzt die Namen von ihnen allen! Jetzt wol⸗ len wir Schnecken losbrechen— doch ich habe keine Zeit, lange davon zu reden— ich verſprach, nach ei⸗ nem Meſſer und einem Korbe heim zu ſpringen— geſchwind, geſchwind, liebe Mama, varfich den kleinen Kuchenkorb mit nehmen oder Mamas großen Näh⸗ torb?“ Mit dieſen Worten ſprang ſie hinaus, und die Frau folgte ihr lächelnd nach.
Als die Mama fort war, um der kleinen Ulla das zu verſchafſen, was ſie brauchte, ſaß der Papa in den froheſten Vatergedanken über den lebhaften Kopf der Lochter, bei einem Alter von erſt zehn Jah⸗ ren, da.„Es iſt alles Feuer in den kleinen Taſchen⸗ trebſen,“ ſagte er und wackelte vergnügt mit dem Kopfe;„es iſt doch recht angenehm, wenn man ſich ſelbſt ſo wieder findet! hm! hm!“
Die Frau kam zurück, um die Berathung fort⸗ zuſetzen.„Was ſagſt du dazu, Mekeroth, es be⸗ ginnt ja recht lebhaft im Haufe zu werden?“ rief ſie lachend. „Meiner Treu! eine lebhafte Spitzbübin, die


