Teil eines Werkes 
3. Th. (1857)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3

22

ich überzeugt bin, daß ſie irgend eine Störung hervorrufen wird, um Ihr Feſt zu verderben.

Das ſoll ſie nicht, Fairlie. Wenn ſie unruhig wird, ſo werden Sie ihr einen Wink geben, daß wir ihre Geſell⸗ ſchaft entbehren können. Doch wir wollen weiter nicht an ſie denken.*

Ganz recht, Sir, ganz recht. Wir wollen ſie und ihre kleinlichen Klatſchereien und Eiferſüchteleien ruhen laſſen und uns zu dem Feſte wenden, welches, wie ich bekenne, faſt alle meine Gedanken in Anſpruch nimmt. Nachdem die Oper und das Ballet vorüber iſt, wird natürlich das Souper folgen und es ſoll das ein der Gelegenheit würdiges ſeyn, ein fürſt⸗ liches Bankett mit allen nur erdenklichen Lurusgenüſſen. Weine, Früchte, Blumen, Alles ſoll vom Auserleſenſten und Beſten ſeyn. Der Tiſch ſoll unter der Laſt des ſilbernen Ge⸗

ſchirres ſeufzen und von Kryſtall funkeln. Um das Mahl zu

einem in jeder Beziehung ausgezeichneten zu machen, habe ich zwei franzöſiſche Köche gemiethet und das Eis und die Paſteten werden von dem berühmten Zucchero Piſtaechi angefertigt. Die Zimmer werden von Künſtlern aus London decorirt und wie ich kaum hinzuzufügen brauche, aufs Glänzendſte erleuch⸗ tet werden. Run haben Sie mein Programm.

Und ein wunderſchönes Programm iſt es! Sie haben ſich nobel gegen mich gezeigt, Fairlie, und meine Erwartun⸗ gen weit übertroffen.«

Es iſt von jeher mein Wunſch geweſen, Ihnen zu ge⸗ fallen,« ſagte der Verwalter.»Ach, ſetzte er mit einem er⸗ künſtelten Seufzer hinzu,ich ſpreche nicht gern von der Ver⸗ gangenheit, aber doch ſcheint der gegenwärtige Augenblick

geeignet, mit einigen kurzen Worten darauf zurückzukommen. Ich weiß, ich hätte Ihre Neigungen eher zügeln als denſel⸗

ge