Teil eines Werkes 
3. Th. (1857)
Entstehung
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ben freien Lauf gewähren ſollen, aber ich konnte nicht anders. Es iſt für Miſtreß Jenyns oder für ſonſt Jemanden, der ihr gleicht, ſehr leicht, meine Beweggründe zu mißdeuten, aber ich kann in Wahrheit verſichern, daß ich ſtets zum Beſten ge⸗ handelt habe. Sie wollten einmal Ihren Willen haben und ich wollte Sie nicht gern mit Moralpredigten beläſtigen, die, wie ich überzeugt war, doch nichts geholfen haben würden. Ich befriedigte Ihre Geldforderungen ſo lange als noch Fonds da waren und dann natürlich mußte ich fernere Zahlungen verweigern. Mein Verhalten bei gewiſſen Gelegenheiten kann vielleicht etwas ſchroff erſcheinen, aber wenn Sie ſich die Sache überlegen, ſo werden Sie ſelbſt ſagen, daß ich blos den Geboten der Klugheit gehorcht habe.

Wenn Gage durch dieſe Anrede aber nicht vollſtändig überzeugt ward, ſo hörte er doch auf alle Fälle ruhig zu und antwortete, als der Verwalter fertig war:

Vielleicht hätten Sie die Zügel etwas ſtraffer anziehen ſollen, Fairlie, aber ich glaube ſelbſt, es würde auch nichts geholfen haben. Ich glaube, ich würde mir das Geld auf je⸗ den Fall verſchafft haben, wenn nicht von Ihnen, dann von Jemand Anderem.

Das war auch meine Meinung, Sir,« rief Fairlie. Ich folgerte bei mir ſo: Wenn ich mich unbedingt weigere, meinem leichtſinnigen Mündel den Willen zu thun, ſo geräth er unter jene wucheriſchen Schurken, die Juden, die ihn dann ohne Erbarmen rupfen.«

Und deshalb beſchloſſen Sie, ſelbſt den Juden zu ſpie⸗ len, Fairlie, und für Ihre Vorſchüſſe hundert Procent zu nehmen! rief Gage lachend.Ganz recht, ich tadle Sie des⸗ halb nicht. Jeder muß thun, was er kann, um ſeine Ver⸗ mögensumſtände zu verbeſſern, und meine Verſchwendung iſt