Teil eines Werkes 
3. Th. (1857)
Entstehung
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zweite Teſtament entdeckt und ſtand, da er ſofort einſah, welchen Schaden es ſeinen Intereſſen zufügen würde, wenn es an den Tag käme, im Begriff, es den Flammen zu über⸗ liefern, als ein bis jetzt unſichtbar geweſener Zeuge ihm in den Arm fiel, und durch Bitten und Flehen ihn bewog, von dieſem verbrecheriſchen Vorhaben abzuſtehen.

Er willigte ein, aber nicht eher, als bis er der Perſon, die ihn unterbrochen, das Gelübde der Verſchwiegenheit aus⸗ gepreßt, worauf er dann ſeine eigene feierliche Verſicherung gab, daß das Teſtament nicht vernichtet werden ſolle.

Die gegenwärtigen Umſtände bewogen ihn jedoch ſeine Handlungsweiſe von einer ganz andern Seite zu betrachten, und er konnte ſich nicht Vorwürfe genug über ſeine Thorheit machen, ein Verſprechen gehalten zu haben, deſſen Erfüllung ihn in ſo fürchterliche Gefahr gebracht hatte.

All dieſe Vorwürfe aber waren jetzt vergeblich. Das Geſchehene ließ ſich nicht ungeſchehen machen.

Das Unheil aber mußte abgewendet werden, koſte es, was es wolle.

Deshalb ſetzte er ſich auf einige Augenblicke nieder, um nachzudenken.

Nachdem er ſeinen Plan entworfen, ſtand er auf und begab ſich nach der Bibliothek, in der Abſicht, ſein erſtes Ma⸗ növer gegen Gage zu richten.

Er zweifelte nicht daran, daß es ihm möglich ſehn werde, Miſtreß Jenyns' Project entgegen zu arbeiten, und den ſchlimmen Eindruck, den ſie zu ſeinen Ungunſten zu machen geſucht, wieder aus dem Gemüth des jungen Mannes zu tilgen.

Er fand Gage auf einem Sopha ausgeſtreckt, auf wel⸗ Der Verſchwender. III. 2