10
Gage ihr mit über die Bruſt verſchränkten Armen zuhörte. Gleich die erſten Worte, welche der Lauſcher hoͤrte, beunruhigten ihn nicht wenig. Er konnte nicht deutlich Alles auffaſſen, was Niſtreß Jenyns ſagte, denn ſie ſprach mit großer Eilfertigkeit und Schnelligkeit— doch entging ihm von dem Schluſſe der Rede keine Sylbe.
„Merken Sie wohl, was ich ſage,« ſchloß ſie in langſa⸗ merem und eindringlichem Tone,„Fairlie hat den Schand⸗ thaten, die er an Ihnen begangen, dadurch die Krone aufge⸗ ſetzt, daß er das letzte Teſtament Ihres Vaters unterſchlagen und dafür eins von einem früheren Datum unterſchoben hat.“
Fairlie athmete nur mit Mühe, und wartete mit der größten Spannung, welche Wirkung dieſe Mittheilung auf Gage äußern würde.
Es diente ihm gewiſſermaßen zur Erleichterung, als er bemerkte, daß das Geſicht des jungen Mannes einen Ausdruck von Ungläubigkeit annahm, obſchon ſich auch zugleich ein An⸗ flug von Ueberraſchung darin zeigte.
„Warum bringen Sie eine ſo ernſte Beſchuldigung gegen ihn vor— eine Beſchuldigung, die Sie unmöglich beweiſen können?« rief Gage nach einer kurzen Pauſe.
„Aber ich kann ſie beweiſen! Das rechtmäßige Teſta⸗ ment iſt noch vorhanden.«
„Verdammt ſoll dieſes Weib ſeyn!“ rief der Lauſcher bei ſich ſelbſt.„Sie muß das Document entdeckt haben, als ſie mir in meine Caſſe ſah. Thor, der ich war, es nicht zu vernichten!“
„Aber welchen Beweggrund kann Fairlie zu einer ſolchen ſchändlichen That gehabt haben?“ rief Gage.„Es war in dem Teſtament welches er in Ausführung gebracht, kein wich⸗ tiges Vermächtniß für ihn enthalten. Allerdings vermachte mein Vater ihm tauſend Pfund, dies aber geſchah aus
—
Erker Vorn
gehn Ihr 10.
Grei
„um erwe und
allei
Sie unt Pä hät dige dem ſt
wal an mu in
i


