Teil eines Werkes 
1. Th. (1857)
Entstehung
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Gage und ſeine Tänzerin tanzten vor. Die letztere ſchien mit unerſchöpflicher Energie begabt zu ſehn, beſonders wenn man die Anſtrengung bei der kaum erſt beendeten Gavotte in Anſchlag brachte.

Gage ſagte ihr allerhand Schmeicheleien über ihre Aus⸗ dauer, ſie lachte aber blos und bat ihn, die Muſikanten auf⸗ zufordern, ſchneller zu ſpielen. Schneller und immer ſchneller! So raſch und leichtfüßig war ſie, daß es von Monthermer's Seite der äußerſten Anſtrengung bedurfte, um mit ihr fort⸗ zukommen.

Immer raſcher! Die Muſiker ſowohl als die Tänzer hat⸗ ten eine ſchwere Aufgabe, aber ſie wollten ſich nicht werfen laſſen, ſondern geigten darauf los und blieſen, als ob ihnen die Lungen platzen müßten.

Alle mußten ſehr aufpaſſen. Wenn Gage eine Liebelei mit ſeiner Tänzerin beabſichtigte, ſo mußte er ſie nothgedrun⸗ gen verſchieben bis der Tanz vorüber war. Kaum ein Wort konnte bei dieſem Hin⸗ und Herchaſſiren geſprochen werden. Rechts und links croisé, moulinet, chaine de dames, chassé en avant et en arriere keinen Augenblick war Ruhe.

Lange noch ehe Gage an das Ende der Colonne kam, begann er matt zu werden.

Er war an ſo heftige Bewegung nicht gewohnt. Seine unermüdliche Tänzerin aber riß ihn immer weiter mit ſich fort, und er wollte ſich nicht werfen laſſen.

Zum Glück war die Tour dem Ende nahe. Es waren nur noch ein Dutzend Paare übrig und er machte die Figuren ſo gut er eben noch konnte mit ihnen durch, als zu ſeinem un⸗ endlichen Erſtaunen eine Spanierin, die ganz genau ſeiner Tänzerin glich, ihm die Hand reichte. Indem er dieſelbe ergriff, fühlte er einen ſehr merkbaren