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Eine Basquina von ſchwarzer Seide, reich mit den fein⸗ ſten Spitzen beſetzt, ließ ein Paar Füßchen ſehen, die einer Andaluſierin Ehre gemacht haben würden, und ſelbſt eine echte Tochter von Sevilla hätte ſich nicht graziöſer oder bezaubern⸗ der bewegen können, als ihre gegenwärtige Vertreterin.
Eine dichte, an der Hinterſeite ihres Kopfes befeſtigte und über die Schultern herabfallende Mantille verdeckte zum Theil ihre Züge, was aber durch dieſen Schleier hindurch davon zu ſehen war, verrieth außerordentliche Schönheit. Bei ihrer bezaubernden Haltung und Anmuth der Perſon ſchien ſie geeignet, unter der Verſammlung, in welche ſie trat, eine ungeheure Senſation hervorzurufen.
Ihr Coſtüm wäre unvollſtändig geweſen, wenn ſie den Liebestelegraphen einer Spanierin— den Fächer— ent⸗ behrt hätte. Sie trug aber einen ſolchen in der Hand und verſtand auch den Gebrauch desſelben, denn während ſie an Gage vorüberging, bewog das ſanfte Rauſchen dieſes Fächers ſo deutlich wie geflüſterte Worte, ihr zu folgen.
Ihr Begleiter, auf deſſen Arm ſie ſich ſtützte, war als ſpaniſcher Edelmann aus dem XVI. Jahrhundert gekleidet und repräſentirte dieſen durch ſtolze Haltung ſo gut, daß man einen wirklichen Granden in ihm hätte vermuthen kön⸗ nen. Ueber ſein Geſicht konnte man ſich kein Urtheil bilden, denn er war dicht maskirt, aber die Gerechtigkeit verlangte anzunehmen, daß es ſeiner außerordentlich ſchönen Geſtalt entſpreche.
Hinter dieſem auffallenden Paare kam ein ſehr hübſcher Page, in ein weißatlaſſenes Wams und Tricots gekleidet, mit einem himmelblauen Sammtmantel. Er trug einen Degen an ſeiner Seite und ſein breitkrämpiger weißer Hut war mit


