„ 10 reden, ſo werde ich vielleicht Ihrer Bewerbung Gehör geben. Eing Ich verſpreche dies nicht unbedingt— aber es kann ſeyn. In dern der Zwiſchenzeit dürfen wir uns nicht wiederſehen, und wenn † war, ich Ihnen einen Rath geben dürfte, ſo wäre es der, mich zu erlöſ vergeſſen.*
Es wäre überflüſſig, hier ausführlich mitzutheilen, was raſch zwiſchen Maſter Fairlie und ſeiner Tochter vorging, als er auch ihre Entſcheidung aus ihrem eigenen Munde erfuhr. Man toriſ kann ſich leicht denken, wie er tobte und raſte. keine
Alles war vergebens und weder Bitten noch Drohungen waren im Stande, Clara zu erſchüttern.
Gage blieb nun nicht mehr lange in Monthermer Caſtle.
Er reiſte auf ein Jahr ins Ausland, machte die große Tour ⁰ ihre ſtürzte ſich in die Zerſtreuungen und Ausſchweifungen der le— känn bensluſtigſten Städte Europa's, ward von manchem fremden Per Gauner gerupft, verſuchte Clara zu vergeſſen— wie ſie ihm„ wiß empfohlen zu thun, obſchon nicht auf eine Weiſe, die ſie ge⸗ das billigt haben würde— indem er manche dunkeläugige ita⸗
lieniſche Schönheit und manche witzige Dame Frankreichs ver⸗ ſeh ehrte; verthat das Geld überall, wohin er kam, mit vollen ſt Händen— denn Fairlie gab ihm ſo viel er verlangte— nit und kehrte nach England zurück als ein, wie er glaubte, vollendeter Gentleman, oder, wie einige tadelſüchtige Leute 3 erklärten, als ein vollendeter Geiſt und Wüſtling, um das
Schloß ſeiner Ahnen und ſeine umfangreichen Domainen an 4. ſeinem einundzwanzigſten Geburtstage in Beſitz zu nehmen.
Abweſenheit und angenehme Zerſtreuung hatten Clara's 3 Bild jedoch nicht aus dem Herzen des jungen Mannes 5 verwiſcht.
Er hatte mehrmals an ſie geſchrieben und obſchon ſie
aus
keine Antwort auf dieſe Sendſchreiben gab, ſo ward doch der wün


