Teil eines Werkes 
1. Th. (1857)
Entstehung
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nicht beleidigte, und dann honorirte er auch ſtets die Tratten, welche ſein Mündel auf ihn zog, indem er ihn zugleich ange⸗ legentlich ermahnte, von Niemanden Geld zu borgen als von ihm, und alles Mögliche that, ſeinen Mündel zu hindern, an⸗ ders zu handeln.

Der würdige Mann hatte hierbei ſicherlich keinen andern Zweck im Auge als den Wunſch, den leichtſinnigen jungen Wildfang nicht in ſchlimme Hände gerathen zu laſſen.

Endlich gab jedoch Gage's Thun und Treiben ſo viel Aergerniß, daß die Behörde der Univerſität es nicht länger mit anſehen konnte, und er mit noch zwei Andern, Nat Miſt und Jack Braſſey, relegirt ward.

Dies bekümmerte ihn ſehr wenig, da er nis die Abſicht gehabt hatte, einen Grad zu erwerben.

Seinem Vormunde war dies jedoch höchſt unangenehm, wenigſtens that er ſo, und er ſtellte Gage vor, wie ſehr der⸗ gleichen Dinge ſeinen vortrefflichen Vater bekümmert haben würden, wenn er noch am Leben wäre.

Dieſe Bemerkungen verfehlten nicht, einige Gefühle der Reue in Gage's Herzen zu erwecken, doch waren dieſe Gewiſ⸗

ſensbiſſe von kurzer Dauer und Maſter Fairlie hatte durchaus

nicht die Abſicht, durch allzugroße Strenge ſich die Zuneigung ſeines Mündels zu entftemden. Im Gegentheile wünſchte er ihn fortwährend in ſeiner Nähe zu haben, denn dies war, wie er behauptete, das beſte Mittel, ihn vor Rachtheil zu bewahren. Der arme junge Mann ließ ſich gar zu leicht auf Abwege bringen.

Maſter Fairlie hatte indeſſen außer dieſem laut ausge⸗ ſprochenen Beweggrunde noch einen andern, aus welchem er wünſchte ſeinen Mündel ſtets in ſeiner Nähe zu haben.

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