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lie auf Koſten ſeines Herrn ſein Schäfchen ins Trockene zu bringen ſuche.
Zwei oder drei der Muthigeren unter ihnen beſchloſſen, Monthermer die Augen zu öffnen und ihm ſeine Gefahr zu zeigen; ehe dies aber geſchehen konnte, ſchloſſen ſich die Augen des würdigen Mannes auf immer.
Nun war Maſter Fairlie's Stellung eine vollkommen ge⸗ ſicherte. Zwei Jahre lang war er nun unumſchränkter Herr der Beſitzung Monthermer, während das Geſchick des jungen Erben gänzlich in ſeinen Händen lag.
Es blieb daher den Freunden nichts übrig, als die Arme zu verſchränken und zuzuſehen.
Eben ſo ſehr an ſeinem Vormund hängend, wie ſein Va⸗ ter an dieſem Manne gehangen, ſchenkte Gage ihm ganz das⸗ ſelbe Vertrauen. Es war unmöglich, es zu erſchüttern. Uebri— gens unternahm auch Riemand dieſe undankbare Aufgabe und die Dinge gingen demnach ihren Gang.
In dem nächſten Semeſter nach dem Tode ſeines Vaters kehrte Gage nach Opfort zurück.
Bis jetzt hatte er gerade nicht ſehr eifrig ſtudirt, nun ließ er es ganz. Bei der Gewißheit eines jährlichen Einkom⸗ mens von zwanzigtauſend Pfund konnte man eine große Hin⸗ gebung an Studium und geiſtige Anſtrengung auch kaum von ihm erwarten.
Er hatte eine Menge müßige, ausſchweifende Bekannte und lernte bald an ihren Gewohnheiten Geſchmack finden. Eine ſo ſchön gefiederte Taube konnte darauf rechnen, von al⸗ len Habichten und Krähen der Univerſität gerupft zu werden.
Maſter Fairlie machte ihm dann und wann Vorſtellun⸗ gen über ſeinen Leichtſinn und über ſeine Ausſchweifungen, aber ſtets auf ſo ſanfte und vorſichtige Weiſe, daß er dadurch


