Teil eines Werkes 
1. Bd. (1843)
Entstehung
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Lauf der Natur nach nicht ſehr lange waͤhren, bis das Erbe an ſie kommen mußte. Dieſe Ruͤckſicht beſtimmte Peter zu Gunſt der Tochter des Geizigen, und um einen Blick von ihr zu erhaſchen, beobachtete er beſtändig ihres Vaters Wohnung.

Die vorher erwahnten Ausbeſſerungen wurden von Jacob Poſt, dem Diener des Geizigen vorgenommen, der bei dieſer Gelegenheit uͤber die Straße ging, um von Herrn Deacle eine Leiter zu borgen. Aus beſondern Gruͤn⸗ den erfuͤllte der Seidenhaͤndler ſogleich dieſe Bitte, und als Jacobs Werk beendet war, und er die Leiter zuruͤck⸗ brachte, wurde er von dem Beſitzer derſelben in ſein Hin⸗ terzimmer gefuͤhrt, wo Miſtreß Deacle und die ſchoͤne Thomaſine ſaßen, und wo ein gutes Mahl aufgetragen wurde. Eine Schuͤſſel mit kaltem Rindfleiſch wurde ihm zunächſt angeboten, und er leerte dieſelbe in unbegreiflich kurzer Zeit. Die Schuͤſſel wurde wieder gefuͤllt und wie⸗ der geleert, und da ſein Appetit keineswegs geſtillt zu ſein ſchien, und das Fleiſch beinahe bis auf die Knochen ver⸗ zehrt war, ſetzte man ihm ein großes Stuͤck von einer Pa⸗ ſtete in einer braunen irdenen Schuͤſſel vor. Zum Er⸗ ſtaunen der Geſellſchaft wurde er bald damit fertig. Da die Fleiſchſpeiſen niedergeſpuͤlt werden mußten, ſo nahm Deacle einen Bierkrug, der an einer Ecke des Tiſches ſtand, ſchenkte ein großes ſchaͤumendes Glas ein und bot es ſeinem Gaſte an, indem er zugleich ſeiner Frau zu⸗ winkte, als wollte er ſagen:Jetzt haben wir ihn. Ob Jacob den Wink bemerkte oder nicht, iſt gleichguͤltig. Er nahm das Glas, leerte es bis auf den letzten Tropfen und ſprang auf.

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