Teil eines Werkes 
1. Theil (1845)
Entstehung
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260 Zweiter Abſchnitt. 1715. Thames Darrell.

Gewalt biſt, denn ich ſah ihn bei dir in der Kirche; und wenn der Erbfeind je menſchliche Geſtalt annehmen kann, ſo habe ich ihn in jenem Augenblick geſehn. Hüte dich vor ihm, mein Sohn! Hüte dich vor ihm. Du weißt nicht, zu welcher Schurkerei er fähig iſt. Sei ehrlich und du wirſt glücklich ſein. Du biſt noch ein Kind und wenn du vom rechten Pfade gewichen biſt, ſo hat dich eine mächtigere Hand als deine eigne davon abgeführt. Ich bitte dich, kehre zu deinem Herrn zurück. Bekenne ihm deine Vergehen. Er iſt ganz Güte und wird um deines armen Vaters und um meinet⸗ willen nachſichtig ſein. Kehre zu ihm zurück, ſage ich

Ich kann nicht, erwiederte Jack hartnäckig.

Du kannſt nicht? wiederholte ſeine Mutter.War⸗ um nicht?

Ich will es Ihnen ſagen, rief eine tiefe Stimme hinter dem Bett. Und in demſelben Augenblick ward der Vorhang auf die Seite gezogen und enthüllte das ſataniſche Antlitz Jonathan Wild's, der ſich unbemerkt ins Haus ge⸗ ſchlichen hatte.Ich will Ihnen ſagen, weßhalb er nicht zu ſeinem Herrn zurückkehren kann, rief der Diebsfänger mit boshaftem Grinſen.Er hat ihn beſtohlen.

Ihn beſtohlen! kreiſchte die Wittwe.Jack!

Ihr Sohn wandte den Blick ab.

Ja, ja, beſtohlen, wiederholte Jonathan.In der vorletzten Nacht ward Herrn Wood's Haus erbrochen und geplündert. Ihr Sohn iſt von ſeiner Frau mit den Dieben zuſammen geſehn worden. Hier, fügte er hinzu, indem er einen Anſchlagzettel auf das Bett warf,hier find die Ein⸗ zelnheiten des Einbruchs nebſt einer Belohnung für Jack's Gefangennehmung.

Ah! rief die Wittwe und verbarg ihr Geſicht.

Komm, ſagte Wild mit gebietendem Tone zu Jack, du haſt dich überlange aufgehalten.