Teil eines Werkes 
1. Teil (1827)
Entstehung
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deſſelben zu Gefangenen gemacht. Alle dieſe Ungluͤcklichen wurden auf die grauſamſte Weiſe ermordet. Vor meinen Augen ſah ich meinen kuͤnftigen Gatten ſterben. Merino drohete mir mit gleichem Schickſale, wenn ich ſeine Wuͤn⸗ ſche nicht erhoͤrte. Anfangs wies ich ſeinen An⸗ trag verächtlich zuruͤck, doch als er ſeinen Leuten befahl, mich zu binden, und dann zu foltern wie alle die Gemordeten, da verſagten meine Kraͤfte, und ich ergab mich ihm. Seit laͤnger als ſechs Monaten lebe ich mit ihm, aber je mehr ich ihn kennen lerne, deſto mehr muß ich es auch bereuen, daß ich damals es nicht ver⸗ mochte, den Tod dem Leben vorzuziehen. Er iſt ein grauſames, blutdurſtiges Ungeheuer, das Niemandem zu vertrauen wagt. Stets durch ſeine Furcht gepeinigt, ſchlaͤft er jede Nacht an einem anderen Orte, oft vier bis fuͤnf Stunden von ſeinen Leuten entfernt, um gegen einen Ueberfall der Franzoſen geſichert zu ſeyn. Sie hörten, daß er mir zurief, nach Mitternacht ſey er in der Pfarrwohnung zu finden, aber nur Gott und er ſelbſt wiſſen dieſe. Daß die Leute eines ſolchen Fuͤhrers Sie ſchlecht behan⸗ delten, wird Ihnen jetzt nicht mehr auffallen.

Und denken Sie unter dieſen Elenden Ihr Leben zu beſchließen? fragte ich ſie.

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