Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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Sorgen, die Anna treu mit ihr getheilt hatte, und Johannes war ſo glücklich darüber geweſen, als er es jetzt ſein konnte. Aber auch in dieſer ſchweren Zeit bewährte ſich ſein feſter Glaube, der ihn über ſo Vieles, ſo Entſetzliches hinwegbrachte.

Seine Schweſter, des Pfarrherrn Schweſter, hatte Hand an ſich gelegt, war eine Selbſtmörde⸗ rin; o, es waren Viele, welche durch die Art und Weiſe von Emiliens Tode die ganze Familie für entehrt hielten und dem Geiſtlichen auch dieſes fühlbar machten. Dies war auch der Grund, daß er noch zögerte, Eglantine für ewig an ſich zu bin⸗ den; aber dieſe ließ nicht ab, in ihren Bemühungen um die Mutter ihm ſelbſt die reine, aufrichtige Liebe ihres Herzens durch Blick und Wort zu zeigen.

Frau von Richtern, dieſe von Eglantine ſo innig geliebte, hochverehrte Frau, kannte das Geheimniß ihrer Herzen, ehrte aber auch Johannes' Gründe; die Gräfin nur ahnte nichts von alle dem; über⸗ haupt hatte ſie jetzt ſo viel zu denken, zu leſen, zu

ſchreiben; ſie konnte ſich um Eglantine nur wenig

bekümmern.