Teil eines Werkes 
2. Bd. (1852)
Entstehung
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ſo ruhig, aber doch ſo bleich und mit gerötheten Augen vor ihr ſtand.

Johannes! rief ſie mit bebender Stimme und eilte zu ihm hin.

Er drückte ihre Hand.Ihr iſt wohl! ſagte er.

Eglantine ſah ihn fragend, zweifelnd an.Selbſt⸗ mord? ſtammelte ſie kaum hörbar.

Gottes Wege ſind nicht unſere Wege! ſagte der Geiſtliche feſt,Gott iſt jetzt ihr alleiniger Richter, ihre Seele ſteht vor Ihm; Er allein kannte ganz und vollkommen den Zuſtand ihres Innern, die Veranlaſſung zu der gräßlichen That, die ich verdamme als Chriſt, als Lehrer der chriſtlichen Religion, als Menſch, als Bruder, aber nicht die Unglückliche, die ihre Hand freventlich an ſich ſelbſt legte! Qch! ſie wird von den menſch⸗ lichen Richtern verdammt werden! Ihre ſeelenloſe Hülle wird mit Abſcheu und Grauſen betrachtet, ihr

Grab von den andern fern, in einem Winkel des

Friedhofes aufgerichtet werden...., aber ihre Seele, die richtet ein Gott, ein barmherziger Gott!