merkſam. Der Obriſt zuckte die Achſeln.„Was ſagt
man ihr denn nach? etwa eine frühere Neigung?“ forſchte Arthur weiter.
„Nun, man ſpricht viel von einem jungen Ruſſen!“ flüſterte der Obriſt, ſich umblickend;„er brachte vorigen Herbſt einige Wochen der Jagd we⸗ gen hier zu, dann kehrte er in die Reſidenz zu⸗ rück;— er war ſehr muſikaliſch, die Gräfin liebt Muſik leidenſchaftlich, da haben ſie vorigen Winter alle Abende zuſammen muſieirt und ſich krank ge⸗ ſungen; die Urzte haben ihn nach Ems geſchickt,— nun,— da erklärt ſich das Bruſtleiden der Gräfin von ſelbſt!“
„Ach— ſo,— ja, ja! das finde ich ganz glaublich!“ antwortete Arthur und fügte dann ſpottend hinzu:„Der arme Graf! Ja, lieber Obriſt, die Leichtgläubigkeit der Ehemänner geht in's Weite!“ Und nun ſpöttelte und lachte Arthur über Waldburg's Blindheit, bedachte aber nicht, daß er ſelbſt eben wieder von Clara getäuſcht und betrogen worden war. Obriſt Thalheim lachte herzlich mit, wollte
Arthur nicht wieder fortlaſſen,— und dieſer,— nun,
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