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Glaube, Liebe, Hoffnung : drei Novellen / von Chlodwig
Entstehung
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ſonnen fuͤr das Weib und die Kinder; aber als hätte ſich alles gegen ihn verſchworen, ihn im Zorne zu verzehren, berichtete bleich und zitternd der Kerkermei⸗ ſter, daß das Gefaͤngniß leer und Photos Weib und Kinder entflohen. Als haͤtte der Schlag ihn getrof⸗ fen, ſah Aly ſtumm vor ſich hin; dann brauſte er auf und wollte mit dem Saͤbel den Kopf des Ker⸗ kermeiſters zerſpalten, doch leere Luft nur durchhieb er, der Bebende hatte ſchleichend ſich entfernt und wurde von ihm nie wieder geſehen. Ungluͤcklicher⸗ weiſe trat in dieſem Augenblick ſeine Gemahlin Emire in das Zimmer, den Wuͤtherich um Schonung der Sulioten zu bitten, und fuͤr ihren Sohn beſorgt, ihn zu bewegen, einen guͤtlichen Frieden zu ſchließen. Allein kaum hatte ſie ihren Vortrag geendet, als auch der Gedanke in ihm empor ſtieg, daß ſie Pho⸗ tos Weib und Kinder zur Flucht habe verholfen, und ſchnell ein Piſtol ziehend, druͤckte er es ab auf das bittende Weib in beſinnungsloſem Raſen.

Was kein Sturm vermochte, gelang endlich dem Hunger und dem Durſte. St. Veneranda war zu uͤberfuͤllt mit Menſchen; das letzte Brod verzehrt, und Veli hatte der Feſtung auch das Waſſer abge⸗ ſchnitten und hielt ſie ſo eng eingeſchloſſen, daß die Belagerten nicht das Mindeſte konnten erlangen. Sie⸗ ben Tage kaͤmpften die Helden jedoch noch mit dem Feinde und den Qualen des Durſtes und des Hun⸗ gers, ehe ſie an eine Kapitulaton dachten; aber dann dauerte ihnen das Schickſal ihrer Greiſe, Weiber und Kinder, die ermattet dahin ſanken, und da ihnen jede Hoffnung war entſchwunden unter dieſen Um⸗ ſtänden das Vaterland zu retten, unterhandelten ſie