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Abſchied nimmſt, zeige dich ſtärker, wie hier; des Mannes beſaͤnftigende Feſtigkeit iſt der Weiber Friede und des Glaubens Kraft iſt unendlich; und wer da glaubet, der wird erhöret werden.“
Ein leiſer Kuß Antonios auf des Juͤnglings Stirn und dieſe Worte ſtillten Leonardos Thränen; ſanft richtete er ſich auf, und ein wehmuthsvolles Lächeln umſpielte ſeine ſchoͤnen Lippen.„Sorgt nicht, Vater,“ begann er,„Camilla ſoll mich nicht ſo ſchwach ſehen, wie Ihr; ich werde ſie noch trö⸗ ſten, ob mir gleich das Herz dabei ſpringen wird in grauſen Martern; aber Euch brauche ich meine Ge⸗ fuͤhle nicht zu verbergen; Ihr ſeid ja im Schmerze erprobt, und Eure Gottſeligkeit findet Linderung fur Alles.“
„Glaube wie ich,“ entgegnete der Pater,„und auch du wirſt dieſen Troſt finden.“
„Das werde ich,“ ſagte Leonardo;„und lebet wohl und ſchuͤtzt meine Camilla!“
Noch einmal umarmten ſich beide zum Unter⸗ pfand ihres Verſprechens; dann riß ſich der Juͤng⸗ ling los und enteilte der Zelle; Antonio aber ſank auf ſeine Knie vor dem Bilde des Erloͤſers, fuͤr Le⸗ onardos und Camillens Heil in frommer Andacht zu beten.


