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den Docht an der Lampe beſſer heraus, legte Alles zurecht und ſagte:
„So, jetzt machet mir die Diktate.“
Die Mutter ſaß hinter dem Tiſch in der Ecke unter dem Kruzifir und verſuchte es noch eine Kartoffel zu ſchälen, ſie ſagte: „Schreib:„„Lieber Jvo.““ Haſt das?“
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„Id. „„Ich denk' alleweil an dich, es vergeht kein. Stund
im Tag, und Nachts, wenn ich im Bett lieg und wach ſind meine Gedanken bei dir, herzlieber Jvo.““
„Nicht ſo ſchnell, ſonſt komm' ich nicht nach,“ jam⸗ merte Emmerenz; ſie hob ihr hocherröthend Antlitz, blickte in das Licht und kaute eine Weile an der Feder, gerade ſo hätte ſie ja auch für ſich ſelber an den Jvo geſchrieben; ihr Angeſicht faſt ganz auf das Popier legend, ſchrieb ſie dann und ſagte endlich:„herzlieber Jvo— weiter.“
„Nein, lies mir zuerſt vor, was du geſchrieben haſt.“
Emmerenz las.
„So iſt's recht, jetzt ſchreib weiter:„„Es iſt mir nicht recht wohl dabei, daß du dich wieder ſo ſchnell anders reſol⸗ i haſt Halt, das ſchreib noch nicht... ſo darf man nicht anfangen.“
Emmerenz ſtützte das Kinn auf die Hand und blickte harrend drein, die Mutter aber ſagte
„Du haſt jetzt ſchon gehört, wie mir's ums Herz iſt, ſchreib du jetzt Alles, ſo macht's der Schullehrer auch.“
„Ich will Euch was ſagen,“ begann Emmerenz, ſich erhebend,„ſo ein Brief kann in unrechte Händ' kommen, er kann verlorengehen, und wir können's ja doch nicht ſo recht aufſetzen; das beſt' wird ſein, ich geh'zum Jvo und ſag' ihm Alles. Morgen iſt Sonntag, da verſäum' ich nichts, Kurzfutter hab ich geſchnitten, ich will dem Vieh noch ſchnell über Nacht geben und den einzigen Tag kann's mein Schweſter ſchon verſorgen, die Grundbirnen ſind


