Druckschrift 
Auerbach's Dorfgeschichten
Entstehung
Einzelbild herunterladen

288

Aus iſt's mit mir

In dem ganzen Revier,

Und wann die Donau austrocknet, No heirathen wir.

Und ſie trocknet net aus Und iſt alleweil naß,

Jetzt muß ich gehn ſchauen Um ein anderen Schatz.

„Wollen wir jetzt das: Es ging ein Knab ſpazieren?“ fragte Bärbele.

„Laß du ihn nur daheim,“ entgegnete Conſtantin.

„O du! wärſt du daheim blieben, hätt' man dich nicht heimgeſchickt wie das Hundle von Bretten.“

„Fang eins an,“ ſagte Florian, und ſie ſangen nun:

Froh will ich ſein!

Wann's nur dir wohl geht, Wann ſchon mein jung friſch Leben In Trauerheit ſteht.

Alle Wäſſerlein auf Erden,

Die haben ihren Lauf,

Kein Menſch iſt ſchier auf Erden, Der mir mein Herz macht auf. Die Sonne und der Mond,

Das ganze Firmament,

Soll Alles für mich trauern, Bis an mein ſelig End.

Ivo ſaß unruhig auf ſeinem Stuhle, in dieſem Liede war ſein Schickſal ausgeſprochen. „Bleib nur da,“ ſagte Conſtantin, der die Unruhe Jvo's

„Bärbele, bei dir geht's nicht wie bei dem Wirth zu Emmaus, du gibſt zuerſt den guten und dann den ſchlechten,