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Als ſie dann hineinkam, ſo lag der alte Herr wie todt auf dem Boden, Mund und Naſe bluteten. Da war ſie gelaufen und hatte Hülfe geholt. Den alten Herrn hatte man in ſein Zimmer getragen und er war in der Nacht geſtorben. Gleich am folgenden Tage war die Mamſell nach der Högbergsſtraße gezogen, und hatte dort ſchon über ein Jahr gewohnt. Aber ſeit der Zeit war die Mamſell, ſo oft ſie mit ihr allein war, immer traurig geweſen, war oft im Zimmer umhergegangen und hatte mit ſich ſelbſt geredet, ja ſie hatte bisweilen ausgeſehen, als wäre ſie verrückt. Gegen das Mädchen aber war ſie immer gut und hatte ihr Geld und Anderes geſchenkt.
Das alles erzählte ſie. Sie ſagte, ſie verſtünde ſich⸗ nicht darauf. Ich aber wußte, was ich wußte. Ich bat ſie, zu dem Hauswirthe zu gehen und den Schlüſſel zu dem Zimmer der Mamſell zu begehren, um ihren Mantel zu holen. Aber er hatte geantwortet:„er gäbe den Schlüſſel keinem Menſchen, als nur der Mamſell ſelbſt.“
Als ich gegen Abend nach Hauſe kam, da ſaß ſie in jener Ecke und ſtützte ſich an den Ofen. Ich ſagte: „Guten Abend, Mamſell!“ denn Fräulein wollte ich nicht ſagen,„ich bin in Ihrem Quartier geweſen, aber der Wirth will den Schlüſſel keinem Menſchen, als nur Ihnen ſelbſt geben. Morgen früh wollen wir hingehen. Da ſah ſie mich mit ſolchen Augen an, daß mir ganz bange wurde. Sie antwortete auch nicht, ſondern wandte ſich hinweg und ſah hinter den Ofen. Da merkte ich, daß es mit ihr nicht ganz richtig war. Ich zog ſie daher aus und brachte ſie zu Bette.— Ich ſelbſt lag in der Nacht auf dem Fußboden.— Sie ließ mit ſich machen, was ich wollte.
Eine Zeitlang lag ſie ſtill und ruhig. Dann aber begann ſie mit ſich ſelbſt zu plaudern von ihrem kleinen Sohne und von dem Strome und von ihrem Vater.— Gott behüte mich vor ſo etwas! Das klang ſo unheim⸗ lich, als ſie ſagte:„Friert Dich nicht, Du armes Rind


