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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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Leidenſchaft der Liebe erwachte in ſeinem Buſen.

Feſt hielt ihn der allmaͤchtige Zauber gefangen. An ſeine Rettung konnte er nicht mehr denken; es war zu ſpaͤt zu fliehen: er war verloren.

ubaldo war ein ſchoͤner junger Mann. Gleichguͤltig verließ ihn die Prinzeſſin nicht; aber bis zur Leidenſchaft war ihre Empfindung fuͤr ihn noch nicht geſtiegen. Das iſt bei tugendhaften Frauenzimmern nur ein Werk der Zeit.

Ubaldo vergaß, ſeinem fuͤrſtlichen Freunde Nachricht von ſich und der Prin⸗ zeſſin zu geben; er vergaß ſich ſelbſt. Seine Leidenſchaft wuchs mit jeder Stunde, und drohte ſchon die Schranken zu durch⸗ brechen, als er erſt nachdachte, wie er dem drohenden Ungewitter entrinnen wollte.

Es war zu ſpät. Er blieb. Er uberließ ſich mit Wohlgefallen ſeinen Em⸗ pfindungen, und gewahrte, daß Iſabella ſeine bezeichneteſten Schritte nicht bemerkte,

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