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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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erreichte kaum die Jahre, wo das Kind zur Jungfrau übergeht, als ſie ſchon, ohne Gefuͤhl eines gewiſſen Beduͤrfniſſes, einem Manne angetrauet wurde, den ſie jetzt, da die Natur ihre Rechte behauptete, nicht lieben konnte. Daher dieſe Leere in ihr und um ſie— daher der Wunſch, ein

Weſen gleichdenkend und gleichfuͤhlend zu

finden— daher der Durſt nach dem Ge⸗ nuſſe der Liebe, der freilich in Caſimirs froſtigen Umarmungen nicht geſtillt werden

Hieronimus Scotus erſchien, und alle

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e 5„ e. Gegen aͤnde, welche die luſterne Anna

umgab veraͤnderten ihre Geſtalt,— neue Wuͤnſche, neue Freuden keimten in ihrem Buſen. Der Raliener war ein feiner, ſchmeichleriſcher Mann, der ſich oft mit der Herzogin unterhielt, und ihre Lange⸗ weile mit luſtigen Erzählungen und Spie⸗ len bannte, doch immer ſo, daß auch der Neid keine zweideutigen Gerüchte darüber verbreiten konnte. Der Herzog war ſroh,