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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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übteſte Auge weder in Blicken noch Hand⸗ lungen entdecken tanite—„Was mir zu jeder andern Zeit ſchwer und faſt un⸗ möglich geworden wäre, gelingt jetzt ſon⸗ der große Mühel“ ſprach wohlgemuth zu ich ſelbſt der Betrüger, der die ganze Ver⸗ faſſung am herzog lichen Hofe mit einem Blick uͤberſah. Er hatte allerdings richtig gerechnet; denn die vernachläſſigte Anna ſchien ja nur auf eine guͤnſtige Gelegenhei zu warten, um eine Leere die

ſie druͤckend fuͤhlte, und bisher keine ſolche

Gelegenheit gehabt hatte, ſie aus fuͤllei. zu können, und ſich fuͤr die Vernachläſſigung und Geringſchaͤtzung von ihrem Gemahle zu entſchaͤdigen.

Nur Jahre reifen den Menſchen, und

nur, wenn er zu einer beſtimmten Reife

gelangt iſt, erwacht der den die Natur in das menſchliche Weſen legte, wenn der ſchlafende Keim nicht zu früh⸗ 1 zeitig durch die Hitze des Treibhauſes er⸗

waͤrmt und hervorgelockt worden iſt.