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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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daß er auf dieſe Weiſe von den laͤſtigen Beſuchen ſeiner Gemahlin befreiet wurde,

und ermunterte oft den Italiener ſelbſt,

ſeine Gemahlin zu beſuchen, beſonders wenn er einen Ueberfall von ihr zu ge⸗ warten hatte.

Schon war Scotus der Herzogin nicht mehr gleichgultig— ſchon erwartete ſie mit heißer Sehnſucht die Stunde, wo er gewöhnlich erſchien; aber der Kuͤnſtler that jetzt noch einen iff in die Saiten—

und ſeine geuͤbte Hand griff allemal die

rechten Akkorde— der die beſte Wirkung

that, zugleich aber auch Anna's Eknd un⸗ vermeidlich befoͤrderte. Mit viel eu ruhm⸗

redigen Worten verſprach er nämlich dem mißmuthigen Weibe Fruchtbarkeit, wodurch der Unwille des Herzogs in Nachſicht und Guͤte, und ſeine Gleichguͤltigkeit in heiße

z* verwandelt werden wüͤrde. Anna

aubte dem ſchlauen Betruͤger— denn

was glaubt ein ſchwaches Weib nicht, wenn

ihm die Erfullung ſeines liebſten Wun⸗

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