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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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tin, ſanftmüthig geleitet, allmaͤhlig eine

Füͤrſtin geworden ſeyn, die den Beifall

und die Lobſpruͤche ihrer Zeitgenoſſen ver⸗ dient, und ſich gluͤcklicher in dem Genuſſe ſtiler häuslicher Freuden gefuͤhlt haͤtte, als in jenem brauſenden Jubelgeſchrei.

Wirklich ſtarb der Wurm des Kum⸗ mers in ihrem Buſen, und jugendlicher Frohſinn roͤthete wieder friſcher ihre Wan⸗ gen. Anna war gans das ausgelaſſene, immer heitere Maͤdchen wieder, das einſt fahig war, Johann Caſimirs erkaltetes Herz zur Liebe zu erwaͤrmen.

Aber der Herzog befand ſich nicht

wohl bei dieſen Schmauſereien, und war vald geſaͤttigt von dieſen rauſchenden Freu⸗ den, vielleicht auch von der froͤhlichen Laune ſeiner Gemahlin, die ſich ſo gar

ſchlecht zu ſeiner Trockenheit und ſeinem Truͤbſinn ſchickte. Die Feſte⸗ Spiele und 5

koſteten— ſo wuͤrde ſeine verbildete Gat⸗

Zerſtreuungen hörten alle mit Einemmuſe

auf, und Einſamkeit und Langewfile