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tiger empfand, je weniger ſie ihn voraus⸗ geſehen hatte. Churfürſt Auguſt ſtarb, und mit ihm Anna's letzte Hoffnung und Freude. Die ſchmerzerfuͤllte Tochter beklagte und beweinte ihren Vater; denn ſie weinte jetzt immer, ſo oft ſie an Dresden dachte und es fuͤhlte, daß ſie Johann Caſimirs Gattin ſey. Mit Ungeſtuͤm drang ſie in ihren Gemahl, ſie nach Dresden zu fuͤhren, um dem Leichenzuge des geliebten Vaters beizuwohnen, und ſo die letzte kindliche Pflicht zu erfullen.— Wer kann zu allen Stunden den Bitten eines ſchoͤ⸗ nen Weibes widerſtehen?— Selbſt der finſtere Johann Eaſimir vermochte es nicht; er bewilligte den Wunſch ſeiner weinenden Gattin, und begleitete ſie in die Reſidenz, wo Churfuͤrſt Auguſt einige Tage darauf beigeſetzt wurde. Der Herzog verweilte nicht lange in Dresden, ſondern verließ pald wieder die ihren Landesvater be⸗ trauernde Stadt, die ſeiner Gemahlin ſelbſt jetzt weit weniger als ehedem be⸗


