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wußte. Unweiſe und tadelnswerth han⸗ veite Auguſt, einen Mann, wie der Her⸗ zog war, nicht vorher zu prufen, ehe er
ihn zu ſeinem Sohne annahm; denn bei
einer auch nur fluchtigen Beobachtung wuͤrde er bald eingeſehen haben, daß der Herzog ven Coburg weder den guten Wil⸗ len, noch die noͤthigen Kenntniſſe beſaß, ſeine Anna weislich zu leiten und voll⸗ kommen zu begluͤcken.
Der Vater verkündigte mit großem Wortgepraͤnge der Tochter die Werbung des Herzogs, und füͤgte hinzu, wie es ihm erfreulich ſeyn wuͤrde, wenn ſie Jo⸗ hann Caſimirs Hand gefäͤllig annaͤhme. Die leichtfertige, ſpielende Anna ließ ſich den Antrag ihres Vaters wohl gefallen, weil es ihr noch zur Zeit ganz gleich galk, welchen Fürſten man ihr zum Gemahl geben wollte. Alle junge Männer hatten
die eitle Fuͤrſtentochter bisher mit ſuͤßen
Schmeicheleien uͤberhäuft; Allen hatte ſie Glauben geſchenkt, und Einen wie den


