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Der wandernde Schatten oder die Mahnung aus der Todtengruft : und andere Geschichten aus dem Mittelalter / von I. Albiny
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19 einer Flaſche Rheinwein ſeinen ganzen Beifall ſchenkte, und bat um ſeine ſchone Tochter.„Herr Churfuͤrſt!“ hob er mit ernſter Wuͤrde an,„mein Vater ſchmachtet im Gefaͤngniß;— troͤſtet ſeinen trauernden Sohn, den Enkel des großmuthigen Jo⸗ hann Friedrichs, und ſchenkt ihm Eure ſchoͤne Tochter Anna zur ehelichen Haus⸗

frau.“— Der Churfuͤrſt vermogte vor Er⸗

ſtaunen nicht den Becher, den er eben er⸗ ⸗ griffen hatte, zum Munde zu fuͤhren, ſon⸗ dern betrachtete den jungen Fuͤrſten mit ſtarrenden Augen.—„Blickt mich nicht ſo forſchend an, als ob Trug verborgen läge in meinem Herzen,“ ſetze der Herzog hinzu,„und macht glucklich durch die Hand Eurer Tochter den Sohn eines ungluͤck⸗ llichen Vaters!“— Die letzten Worte des Jünglings drangen tief in die Seelz des Cburfurſten, und mahnten ihn ſchnell zur Antwort.„Nicht durch mich,“ rechtfertigte ſich Auguſt,„und Ungluͤck und Kummer ſonder Maaß und Ziel wuͤrde mein