Teil eines Werkes 
1. und 2. Theil (1844)
Entstehung
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148 Die letzte Regierungshandlung

er vor ihr auf das Knie ſiel.Ich habe mich allerdings vergeſſen.

O, mein Kopf, mein Kopf, rief Anna und drückte die Hand gegen die Schläfen.Meine Sinne verlaſſen mich.

Sie haben viel zu verantworten, Mylord, flüſterte Lady Masham.Sie wird dieſen Stoß nicht überleben!

Es war nicht meine Schuld, ſondern die ſeinige, er⸗ wiederte Bolingbroke, auf Orford zeigend, der mit finſterm Blick mitten im Zimmer allein ſtand.

Laſſen Sie ſogleich Sir Richard Blackmore und Doctor Mead holen, keuchte die Königin; und heißen Sie den Herzog von Shrewsburh und den Lord⸗Kanzler augenblick⸗ lich zu mir kommen ſie ſind im Pallaſt. Der Poſten eines Schatzmeiſters muß ohne Aufſchub beſetzt werden. Ver⸗ lieren Sie keinen Augenblick.

Lady Masham eilte hinaus, um dem Thürſteher die nöthigen Befehle zu geben.

Shrewsbury und der Kanzler, was kann ſie von ihnen wollen, murmelte Bolingbroke mit verſtörter Miene.

Orford, der den Befehl gehört hatte und ſogleich ſei⸗ nen Zweck errieth, näherte ſich ihm le iſe und berührte ſei⸗ nen Arm.

Sie haben den Einſatz verloren, um den Sie geſpielt haben, ſagte er mit einem Blick voll triumphirender Bos⸗ heit.Jetzt bin ich zufrieden.

Ehe Bolingbroke antworten konnte, kam Lady Mas⸗ ham mit Sir Richard Blackmore wieder, der grade im Vor⸗ zimmer war und ſogleich zur Königin eilte, deren Geſicht ſich ſchrecklich verändert hatte.

Eure Majeſtät muß auf der Stelle zu Bett gebracht werden, ſagte Blackmore.

Nicht eher, als bis ich die Herzoge von Shrewöburh