Teil eines Werkes 
1. und 2. Theil (1844)
Entstehung
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146 Die letzte Regierungshandlung

mehr; ich vergeſſe nicht, daß ich Sie zu dem gemacht habe,

was Sie ſind, und ich will nicht ruhn, bis ich Sie eben

ſo tief wieder erniedrigt habe, als ich Sie fand.

Mylord! Mylord! rief Anna.Dieſer Angriff iſt höchſt unmännlich. Ich bitte, ziehen Sie ſich zurück, wenn Sie ſich nicht mäßigen können.

Verzeihung, Madame, wenn ich Ihnen ungehorſam zu ſein wage, erwiederte Oxford.Da ich hergeholt wor⸗ den bin, ſo werde ich mir die Erlaubniß nehmen zu bleiben, bis ich Ihre verrätheriſche Günſtlinge entlarvt habe. Eine ſo gute Gelegenheit möchte ſich nicht wieder zeigen, und ich will ſie nicht verlieren.

Aber ich verlange Ihre Auseinanderſetzungen nicht zu hören, Mylord, ſagte Anna.

Ich bitte Eure Majeſtät, laſſen Sie ihn ſprechen, wandte Bolingbroke hochmüthig ein.

Bewahren Sie Ihren Kopf, Bolingbroke, rief Or⸗ ford;wenn Ihre Majeſtät auch Ihre Correſpondenz mit dem Hofe von Saint⸗Germain gut heißt, ſo wird ihr Par⸗

lament es doch nicht.

Eure Majeſtät können ſeine Tücke und Bosheit jetzt ſelbſt ermeſſen, ſagte Bolingbroke mit kalter Verachtung, da Sie wiſſen, wie er ſelbſt Ihren königlichen Bruder hin⸗ ters Licht geführt hat.

Ich weiß es ich weiß es, erwiederte Anna,und ich weiß auch, wie er mich ſelbſt hinters Licht geführt hat. Aber nichts mehr davon, wenn Sie mich lieben, Boling⸗ broke.

O, daß Eure Majeſtät Ihren Geiſt nur auf einen Augenblick anſtrengen wollten, ſagte Lady Masham,und ihn mit der verdienten Verachtung aus Ihrer Gegenwart verbannten.