Teil eines Werkes 
1. und 2. Theil (1844)
Entstehung
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der Königin Anna. 143

der Schatzmeiſter ſeinen Collegen durch künſtliche Entſtellung ſeines Betragens bei der Königin zu opfern ſuchte, hatte der Staatsſekretär Gelegenheit, deſſen Plane durch Lady Masham's Einfluß zu vereiteln, deren Gemahl bald nach der Entlaſſung des Herzogs von Marlborough nebſt neun andern zur Verſtärkung der Regierung in die Pairie erho⸗ ben worden war. Da Saint⸗John's erfolgreiche Unterhandlungen des Utrechter Friedens ſeine Uebergehung unmöglich machten, ſo ward er zum Viscount Bolingbroke ernannt, obwohl er ſelbſt die Grafenwürde erwartet hatte; aber das Hoſenband, auf das er ſeinen Sinn geſetzt hatte, ward ihm abgeſchla⸗ gen, wogegen Orford nicht unterließ, ſich ſelbſt mit dieſem Orden zu ſchmücken. Bolingbroke vergab ihm dieſe Ver⸗ nachläſſigung nie, und verläugnete von dieſem Augenblick an ſeinen Freund gänzlich und wandte ſeine ganze Macht auf deſſen Sturz. Er fand eine bereitwillige Helferin an Lady Masham, die eben ſo ſehr auf den Schatzmeiſter er⸗ tittert war, weil er ſich der Ertheilung einer Penſion und andrer Einkünfte, welche die Königin ihr gern bewilligen 1 wollte, widerſetzt hatte. Mit ſolchem Vorſchub gewann Bolingbroke bald ein Uebergewicht über ſeinen Nebenbuhler uund gab ſich der ſichern Hoffnung hin, ihn aus ſeinem Po⸗ ſten zu verdrängen, ſobald Anna's Unentſchloſſenheit ihr 7 ſeine Entlaſſung erlauben würde. Oyford's Fall zog ſich jedoch noch lange hin und erſt als ſeine geheimen Eröffnungen an den Kurfürſten von Han⸗ nover nach dem Tode der Prinzeſſin Sophie der Königin bekannt wurden und der Hof von Saint⸗Germain ſeine Dop⸗ pelzüngigkeit aufgedeckt und auf die Nothwendigkeit ſeiner Entfernung gedrungen hatte, willigte ſie in dieſe Maßregel. Die Jakobitiſche Partei, deren Führer Bolingbroke war, hatte ſich während der letzten Regierungsjahre Anna's einen