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Die letzte Regierungshandlung
Solches waren die Meinungen der verſchiedenen Macht⸗ haber Europa's. Es iſt in der That ein empörender Ge⸗ danke, daß ein ſo großer Mann durch Parteiumtriebe ge⸗ ſtürzt werden mußte. Es iſt noch empörender, daß einige der üblen Nachreden, welche die boshaften, grundſatzloſen Schriftſteller ſeiner Zeit ſeinem Namen anzuheften ſuchten, ihm noch ankleben müſſen.
Gegen das Ende deſſelben Jahrs verbannte der Herzog ſich freiwillig aus ſeinem undankbaren Vaterlande. Am 28ſten November ſchiffte er ſich in Dover ein und ſegelte nach Oſtende, wo er mit allen Ehren⸗ und Hochachtungs⸗ bezeugungen aufgenommen ward. Dann begab er ſich nach Aachen und zog ſich ſpäter nach Maſtricht zurück, um die Herzogin zu erwarten, die jedoch erſt in der Mitte Februar mit ihm zuſammen treffen konnte.
Marlborough ſah ſeine königliche Gebieterin nie wie⸗ der. Er erfuhr in Oſtende ihre gefährliche Erkrankung und erreichte England an ihrem Sterbetage. Als er ſich der Hauptſtadt auf der Doverſchen Landſtraße näherte, ward er von Sir Charles Cox an der Spitze von zweihundert be⸗ rittenen Edelleuten eingeholt und unterwegs verlängerte ſich der Zug durch eine lange Reihe von Wagen. Beim Ein⸗ zuge in der Stadt ſtieß eine Compagnie freiwilliger Grena⸗ diere zu ihnen, die eine Begrüßungsſalve abfeuerte und ſie mit einem Ruf einführte, der eine tauſendzüngige Antwort
fand:„Lange lebe der König Georg!— lange lebe der Herzog von Marlborough!“
Siebenzehntes Kapitel. Die letzte Regierungshandlung der Königin Anna.
Die Eiferſucht zwiſchen Orford und Saint⸗John hatte einen entſchiedenen Bruch im Kabinet zur Folge. Während
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