aus ſeinem Vaterlande getrieben wird. 139
anders ſchrieben.“ Orford war um ſo mehr daran gelegen, ſich zu entſchuldigen, weil er grade in dieſem Zeitpunkt eine Coalition mit Marlborough zu Stande zu bringen wünſchte.
Darauf ward gegen den Herzog eine Beſchuldigung er⸗ hoben, welche ihn noch tiefer kränkte. Er ſollte von Sir Salomon Medina, dem Brodlieferanten der Armee, eine be⸗ deutende Tantieme erhalten haben, und obwohl er ſich ſo⸗ gleich in einem Briefe rechtfertigte und erklärte, daß er„nur den dem Oberbefehlshaber der Armee in den Riederlanden, ſchon vor der Revolution und ſeither, gebührenden Antheil“ empfangen hätte, ſo beharrte man doch bei der Anklage und es ward eine Unterſuchung angeordnet.
Durch ſolche Mittel ward die öffentliche Stimmung auf Marlborough's Sturz vorbereitet. Bei ſeiner Rückkunft ge⸗ gen das Ende des Jahrs erfuhr er Beleidigungen und Un⸗ würdigkeiten von dem Pöbel, deſſen Abgott er einſt gewe⸗ ſen war, und von der Königin und ihrem Hofe ward er mit Kälte und Vernachläſſigung behandelt.
Nach der Eröffnung des Parlaments bemerkte der Marquis von Angleſea bei Gelegenheit der Debatten über die Adreſſe, daß„das Land ſchon bald nach der Schlacht von Ramilies die Segnungen des Friedens hätte genießen können, wenn es nicht in dem Intereſſe einiger Perſonen gelegen hätte, den Krieg zu verlängern.“
Auf dieſe ungerechte Schmähung gab der Herzog von Marlborough eine würdevolle und ergreifende Erwiederung, welche dadurch eine um ſo größere Bedeutung erhielt, daß die Königin ſelbſt, wiewohl nur als Privatperſon, anwe⸗ ſend war. „Ich erkläre mit gutem Gewiſſen,“ ſagte er,„in Ge⸗ genwart Ihrer Majeſtät, dieſer erlauchten Verſammlung und Gottes ſelbſt, der über allen irviſchen Mächten unendlich erhaben iſt und vor deſſen Angeſicht ich nach dem gewöhn⸗


