Teil eines Werkes 
1. und 2. Theil (1844)
Entstehung
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ſeinen alten Freunden erſcheint. 129

Es entſtand eine allgemeine Bewegung der Neugierde und alles Geſpräch verſtummte. Miſtreß Plumpton ſah aus, als ob ihr ganzes Daſein zwiſchen Himmel und Erde ſchwebe.

Ich war, ſo viel ich mich beſinnen kann, ungefähr ſeit einer Stunde zu Bett und ſchlief, begann Proddy, als ich auf einmal mit einem ſonderbaren und unerklär⸗ lichen Gefühl von Beklemmung aufwachte. Ich weiß nicht, wie es zuging, aber der arme Sergeant kam mir in den Kopf und ich dachte daran, wie er weit von hier in einem blutigen Grabe läge.

O je! rief Miſtreß Plumpton, in Thränen ausbre⸗ chend und das Taſchentuch an ihre Lippen drückend.

O je! o je! ſchluchzte Miſtreß Tipping, indem ſie ihre Hälfte zuſammenfaltete, um ſie in die Taſche zu ſtecken.

Weinen Sie nicht, meine Damen, ſonſt kann ich nicht weiter erzählen, ſagte Proddy.Nun gut, ich dachte auf dieſe Art an den Sergeanten und zitterte am ganzen Leibe, da flogen auf einmal die Vorhänge mit einem Ringegeraſſel aus einander, daß mir der Athem verging und vor mir ſtand der Sergeant!

Der Sergeant! rief Miſtreß Plumpton.

Oder eigentlich ſein Geiſt, erwiederte Proddy.Da ſtand er, ſo blaß wie eine Leiche, und hielt ſich die linke Hand an die Bruſt, grade an der Stelle, wo ihn die Kugel getroffen, die ihn getödtet hat. Ich verſuchte zu ſprechen, aber die Zunge klebte mir am Gaumen und ich konnte kein Wort herausbringen. Als er mich eine Weile ſtarr angeſehn hatte, ſagte der Geiſt mit einer hohlen Stimme:Sie wundern ſich, warum ich komme, Proddy? Ich will es Ihnen ſagen. Ich verlange das zerriſſene Ta⸗ ſchentuch wieder. Ich muß es morgen Abend haben!

O je! hat er das geſagt? rief We Plumpton.

Ainsworth, St. James's. II.