ſeinen alten Freunden erſcheint. 127
Geſellſchaft war ſtill,— nur eine verbot ſich den Wein, brauchen wir zu ſagen, daß es Miſtreß Plumpton war? Wie die Zeit vorüberflog und die Flaſche herumging, ſchien Herr Parker ſich ſtärker und ſtärker in Madame Bimbelot zu verlieben; ſie rückten mit den Stühlen zuſammen, flüſter⸗ ten ſich ins Ohr und es ſchien ein vollſtändiger Liebeshan⸗ del zwiſchen ihnen in Gang gekommen zu ſein.
„Hören Sie, Bambi,“ ſagte Proddy, indem er ihn an⸗ ſtieß,„wo haben Sie Ihre Augen, Menſch? Sehn Sie nicht, wie Herr Parker Ihrer Frau die Cour ſchneidet?“
„Er erzeigt mir eine ſehr große Ehre,“ erwiedert Bim⸗ belot, mit der äußerſten Gleichgültigkeit die Achſeln zuckend. „Ein eiferſüchtiger Ehemann iſt ein Narr.“
„Nun, er hat wenigſtens eine gute Seite,“ bemerkte Miſtreß Tipping.„Ich glaube, Sie würden eiferſüchtig ſein, Herr Proddy?“
„Auf Sie, ſehr,“ erwiederte der Kutſcher mit einem leichten Augenzwinkern.
„Ach! Herr Proddy, wie ſoll ich das verſtehn?“
„Ich werde es Ihnen bald erklären,“ verſetzte der Kutſcher.
„O Jemine. Sie machen mich ganz verlegen,“ erwie⸗ derte ſie, indem ſie die Augen niederſchlug und zu erröthen verſuchte.
Auf dieſe Weiſe verfloß noch eine Stunde. Parker, der die von ihm angeſchürte Flamme ungern wegen Mangel an Nahrung erlöſchen laſſen wollte, holte noch mehr Ma⸗ deira. Proddy entdeckte neue Schönheiten bei Miſtreß Tip⸗ ping, die er früher nie bemerkt hatte, und die Dame gab ihm ihrerſeits beinahe zu verſtehn, daß wenn er ſein Jung⸗ geſellenleben zu einſam ſinde, ſie gern erbötig ſei, es durch ihre Geſellſchaft zu beleben. Alle fühlten ſich außerordentlich


