ſeinen alten Freunden erſcheint. 125
Die wohlverdiente Beſtrafung des kleinen Franzoſen gereichte den Zuſchauern zu großer Beluſtigung und entlockte ſelbſt Miſtreß Plumpton ein Lächeln. Proddy, der ſich von ſeinem Fall aufgerafft hatte, ſchüttelte ſich ſo vor Lachen, daß er ſich die Seite halten mußte. Als es ihm jedoch endlich ſchien, daß die Strafe hart genug war, legte er ſich gutmüthig ins Mittel.
„Kommen Sie, meine Damen, kommen Sie und laſſen Sie ihn zufrieden,“ ſagte er.„Sie wenigſtens, Miſtreß Tipping, ſollten es nicht ſo genau mit ihm whwen denn Sie haben eben ſo ſehr Schuld als er.“
„Das will ich glauben,“ rief Madame Bimbelot, ihr einen grollenden Blick zuwerfend.„Ich wette, ſie hatte ihn encouragirt.“
„Oui, ma chère,“ rief Bimbelot kläglich,„das hat ſie gethan.“
„O Sie ſchlechtes kleines Ungeheurer von Heuchler!“ ſchrie Miſtreß Tipping in einem neuen Wuthanfall.„Ha⸗ ben Sie mir nicht zu verſtehen gegeben, daß Sie ledig wären?“
„Na, laſſen Sie's gut ſein, wenn er es gethan hat,“ ſagte Proddy;„jetzt können Sie ihn wenigſtens nicht miß⸗ verſtehn. Kommen Sie, vertragen Sie ſich und laſſen Sie uns unſer Abendeſſen beendigen.“
Da Fishwick und Brumby ihre Bitten mit den ſeini⸗ gen vereinigten, ſo ward der Friede endlich wieder herge⸗ ſtellt, und Bimbelot, der ſeine Perrücke wieder aufgeſetzt hatte, ließ ſich mit ſehr gedemüthigter Miene nieder. Ma⸗ dame Bimbelot erhielt einen Platz neben Herrn Parker. Jetzt, da ſie ſich etwas beruhigt hatte und die Geſellſchaft ihre Züge mit etwas mehr Muße betrachten konnte, zeigte es ſich, daß ſie eine ſehr ſchöne Frau war,— die zwar etwas ſtark auf die Seite des Embonpoint hinüberneigte, jedoch Miſtreß Tipping an Reizen weit überlegen war. Sie


