außer Dienſten tritt. 115
fünfzig Batallionen und ebenſoviel Schwadronen über die Schelde ging, als er bemerkte, daß der Feind ſeine Werke raſch ausdehnte und die Circumvallationslinie ohne weiteres zwiſchen ſeinen Verſchanzungen und der Stadt beginnen ließ. Hierauf wurden viertauſend Mann an die Arbeit beordert und trotz einem ſchweren Feuer von der Garniſon und un⸗ unterbrochenen Salven aus den feindlichen Verſchanzungen ward die Circumvallationslinie bis zur Inundation des Sanzet—“
„Kommen Sie zur Sache, Sergeant,“ unterbrach Proddy ihn.„Ihre Circumvallativnen und Nunindationen machen mir den Kopf wirre.“
„Um die Sache kurz zu machen,“ erwiederte Scales lachend,„dem Marſchall, der ſich hart zugeſetzt ſah, kam es mehr als je drauf an, eine Verbindung mit der Garniſon zu unterhalten, und es gelang ihm, auf einem kleinen Damm eine Verſtärkung von Füſelieren nebſt einem Vorrath von Pulver und Mehl, an dem ſie großen Mangel litten, hinein zu ſchaffen. Als dies geſchehn war, verſuchte er den Damm mit Faſchinen zu befeſtigen, die er an einer Weidenallee be⸗ feſtigte, obwohl das Waſſer mindeſtens vier Fuß hoch ſtand.“
„Der verdammte Damm,“ rief Proddy, vich verliere ſchon wieder meinen Grund.“
„Ich will Sie gleich ans Land bringen,“ erwiederte Scales.„Hinter dem Damm lief ein Fahrweg hin, auf welchen vier franzöſiſche Grenadiercompagnien ſammt der Leibbrigade poſtirt wurden, um das Werk zu vertheidigen. Die Abſicht des Herzogs war, dieſe Truppen zu werfen und die Operationen der Arbeiter zu hindern. Es ward alſo ein Faſchinenweg quer über den inundirten Moraſt geworfen und unter dem Schutz der Nacht machten ſechshundert brit⸗ tiſche Grenadiere, gedeckt von acht Batallionen Infanterie, ſich ans Werk. Es war ein gefährliches Unternehmen, denn


