außer Dienſten tritt. 113
„Wie! können Geiſter auch Bier trinken?“ rief Proddy erſtaunt.
„Was Donnerwetter!— Sie halten mich doch wohl nicht für einen Geiſt?“ rief der Sergeant verwundert auf⸗ blickend.
„Ich hielt Sie dafür,“ entgegnete der Kutſcher, näher kommend,„aber ich fange an zu glauben, daß ich mich ge⸗ irrt habe. Wir hörten, Sie wären bei der Belagerung von Buſchin' getödtet.“
„Verwundet, Proddy, aber nicht getödtet,“ erwiederte der Sergeant.„Meine Wunde ward anfangs für tödtlich gehalten; aber hier bin ich, wie Sie ſehn, lebendig und rührig.“
„Meiner Seel! wie freue ich mich!“ rief der Kutſcher und ſchlang die Arme um ſeinen Hals.„Ich dachte, ich würde Sie nie wiederſehn.“
„Na, ich muß ſagen, mir kam Ihr Empfang zuerſt ziemlich ſonderbar vor,“ ſagte der Sergeant, ſobald er ſich von der Umarmung ſeines Freundes befreit hatte.„Alſo haben Sie mich für einen Geiſt gehalten, wie?— ſehr ſchmeichelhaft, ha! ha! Sie hätten wiſſen ſollen, daß Ge⸗ ſpenſter nie bei hellem Tage umgehn,— gar nicht von mei⸗ nem irdiſchen, handfeſten Ausſehn zu ſprechen.“ „Ich muß geſtehn, daß ich nicht wußte, was ich denken ſollte,“ entgegnete Proddy,„aber nach dem blutigen Taſchen⸗ tuch, das Sie in zwei Stücken an Miſtreß Plumpton und Miſtreß Tipping geſchickt haben, konnte keiner von uns mehr an Ihrer Auflöſung zweifeln.“
„Wie! was!“ rief der Sergeant.„Halten ſie mich auch für todt?“ „Gewiß,“ antwortete Proddy.„Es kam ein Brief von Ihrem Regimentspfeifer Tom Jiggins an,— derſelbe, der auf Ihrer ,Trommel“ ſpielte, Sie erinnern ſich wohl noch, — da waren die blutigen Andenken drin und es hieß, Sie
Ainsworth, St. James's. M. 8
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