28 Der franzöſiſche Abenteurer
kreiſchten jetzt laut auf. Auf dies Zeichen flogen die drei andern Lackeien, die ſich hinten an den Wagen klammerten, ihnen zu Hülfe, aber ein anderer Beſchützer kam ihnen zuvor. Gerade als Ditchley zu Boden fiel, drängte Masham, der einige Augenblicke vorher aus dem Hotel des Grafen von Briancon gekommen war, als er ſah, was es gäbe, ſich mit Gewalt durch den Haufen und packte, nach dem Wagen hin⸗ ſtürzend, den Marquis beim Kragen und ſtieß ihn kräftig bei Seite.
„Ha, was in des Teufels Namen führt Sie her, Sir!“ rief Guiscard mit einer Stimme, die vor Zorn bebte.
„Ich komme, dieſe Damen vor Beleidigungen zu be⸗ wahren,“ rief Masham zürnend und die Hand an den Degen legend.
„Alle Wetter, Sir,— woher wiſſen Sie, daß ſie be⸗ leidigt worden ſind?— Und wer hat Sie zu ihrem Beſchützer gemacht?“ fragte Guiscard wüthend.
„Ich werde Ihnen ſpäter volle Rechenſchaft über meine Dazwiſchenkunft geben, Herr Marquis,“ erwiederte Masham. „Aber wenn Sie die mindeſten Anſprüche auf den Namen eines Gentleman machen, ſo werden Sie dieſen Streit nicht weiter in Gegenwart der Damen fortſetzen.“
„So ſei es!“ brummte Guiscard zwiſchen den Zähnen. „Aber ſeien Sie verſichert, daß Sie die verdiente Züchtigung erhalten werden.“
„Bitte, verwickeln Sie ſich meinetwegen in keine Streitig⸗ keiten, Herr Masham,“ ſagte Abigail, die unterdeſſen mit Hülfe eines der Bedienten ausgeſtiegen war.
Ich würde mich überaus glücklich fühlen, wenn ich Ihnen im geringſten nützlich geweſen bin, Miß Hill,“ er⸗ wiederte Masham mit einer Verbeugung,„und was den
Streit betrifft, ſo bitte ich, machen Sie ſich deshalb keine
Sorgen.“


